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TG Nieder-Roden zieht auf Jahreshauptversammlung erfreuliche Bilanz und wählt neuen Vorsitzenden

Die TG Nieder-Roden hat einen neuen Vorsitzenden. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstag, die der Verein aus Hygienegründen in der Sporthalle an der Wiesbadener Straße in Nieder-Roden durchführte, wählten die Mitglieder Peter Wade zum 1. Vorsitzenden. Er löst Alfred Rausch ab, der im April 2018 zum dritten Mal den Vorsitz übernommen hatte und in dieser Funktion über 21 Jahre die Geschicke des Vereins lenkte. Rausch wird erneut Ehrenvorsitzender – eine Anerkennung des Vereins, die ihm die Mitglieder bereits 2016 für sein rund 30-jähriges Engagement in verschiedenen Funktionen zugesprochen hatten.

 Pter Wade übernimmt die Vereinsglocke von Vorgänger Alfred Rausch

Wade hat eine, wie er meint, typische TGN-Karriere hinter sich. „Meine ‚Grundausbildung‘ erhielt ich beim Kinderturnen, bevor ich dann zum Handball wechselte“, so der 56-jährige Bankkaufmann. „Schon einmal bin ich in Alfreds Fußstapfen getreten, nämlich als Pressewart der Handballabteilung Anfang der 90er Jahre.“ Zu seinen wichtigsten Aufgaben in den nächsten Monaten zählt Wade die Rückkehr zu einem möglichst normalen Sportbetrieb. „Die Anpassung an die sich ständig verändernde Lage durch die Corona-Pandemie ist dabei unsere größte Herausforderung.“

Eine weitere Aufgabe sieht Wade im begrenzten Raumangebot, der den Mitgliedern zur Verfügung steht. „Einige Vereine in Rodgau haben inzwischen eigene Hallen gebaut“, so Wade. „Wir denken auch in diese Richtung, denn wir brauchen eine dauerhafte Lösung. Konkrete Planungen gibt es aber noch nicht.“ Der 2. Vorsitzende Rene Marzo informierte die Mitglieder über die Möglichkeiten, die der Flächennutzungsplan für eine Bebauung des vereinseigenen Geländes bietet. Auch er wies darauf hin, dass „die Hallen- und Trainingssituation immer problematischer wird.“


In seinem Rückblick auf das Jahr 2019 konnte der scheidende Vorsitzende Rausch ein positives Fazit ziehen. Ende des vergangenen Jahres hatte die TG über 1.000 Mitglieder, knapp 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Mit großen persönlichen Engagement haben die Mitglieder das Vereinsgelände in Schuss gebracht, Bäume gefällt und die Rasenfläche neu eingesät“, so Rausch. „Die Fusionsgespräche mit der SG haben wir einvernehmlich beendet, weil der Zusammenschluss für beide Seiten nicht wirtschaftlich gewesen wäre. Sofern sich eine gesetzliche Veränderung ergeben sollte, wird eine Abwägung erfolgen, um weitergehende Gespräche aufzunehmen. Die zahlreichen Kooperationen auf Abteilungsebene werden wir aber fortsetzen und wo möglich ausbauen.“

Auch der neue Vorsitzende rückte das Verbindende des Vereinslebens in den Vordergrund. „Mir liegt besonders am Herzen, dass wir uns wieder etwas mehr darauf besinnen, was es bedeutet, Mitglied in einem Verein zu sein“, sagte Wade und rief die Mitglieder in feinster Kennedy-Manier dazu auf: „Frage nicht was dein Verein für dich tun kann, sondern was du für den Verein tun kannst!“